Geschichte

wie alles begann

….wo fange ich an? 1977 begann ich an der Humboldt-Universität Berlin zu studieren, 1984 habe ich in der Kinderklinik Rangsdorf meine Facharztausbildung Pädiatrie begonnen und im April 1990 erfolgreich beendet. Ich hatte in der Zwischenzeit drei Kinder bekommen.
Durch die politischen Ereignisse 1989 und die „Ärzteflucht in den Westen“ vor der Maueröffnung wurde ich, durch den Weggang meines Oberarztes, bereits im September 1989 Stationsärztin der Früh- und Neugeborenenstation.. Nach der Ausbildung hatte mein Chef ursprünglich vorgesehen, mich in die Mahlower Ambulanz zu schicken, aber durch die plötzlichen und unerwarteten personellen Veränderungen in der Klinik durfte ich im stationären Bereich bleiben und übernahm ebenfalls die Dispensairesprechstunde meines ehemaligen Oberarztes, die Sprechstunde für ehemalige Hochrisikoneu- und -frühgeborene, die sogenannte „Risikosprechstunde“. Eigentlich hatte ich nun meinen Traumjob, die Arbeit mit den ganz Kleinen auf Station und diese anspruchsvolle Sprechstunde in der Klinikambulanz. Niemand konnte ahnen, was die Maueröffnung noch alles an Veränderungen mit sich bringen.

1989: Kinderklinik Rangsdorf

Es begann ein zunehmender Personalabbau, die ersten Kolleginnen und Kollegen ließen sich nieder, ich war die letzte „junge“ Kollegin mit abgeschlossener Ausbildung und stand somit auch mehr oder weniger auf der „Liste“ der Nächsten, die gehen müssten. Darauf wollte ich nicht warten. Von einem Tag auf den anderen- es war Mai 1991, beschloss ich den Sprung ins kalte Wasser, sogar ins eiskalte Wasser.
Ich begann von einem Tag auf den anderen meine Niederlassung zu planen, ich wollte nicht Gefahr laufen, evtl. gekündigt zu werden und so gab ich meinen Traumjob auf und tat etwas, was ich nie wirklich wollte, den Schritt aus der stationären Medizin in die ambulante. Leicht wurde es mir nicht gemacht und ich vergesse nie die traurigen Worte meines damaligen und hochgeschätzten Chefs, als ich ihm meine Kündigung mitteilte, er wollte mich nur ungern gehen lassen.

1991: Baubeginn im Randweg 35

Meinen drei Kindern (damals 6,10 und 13 Jahre alt) zuliebe beschloss ich, mir keine Räume zu mieten, sondern am privaten Haus anzubauen. Von Mai bis Juli klärten wir die Formalitäten und begannen zu schippen, Anfang August war Richtfest des 75 qm Anbaus und bereits am 1.10.1991 habe ich nach nur drei Baumonaten die kleine gemütliche Praxis eröffnet.
Ich erinnere mich nur ungern an die ersten Monate/ Jahre meiner Praxistätigkeit. Wir empfanden es damals schon als sehr anstrengend, wenn mal am Tag 30 Patienten in der Praxis waren, denn insgesamt war es sehr ruhig. An meine erste Abrechnung kann ich mich auch noch sehr gut erinnern, wie war es mir peinlich, als ich mit meinen, ich glaube es waren 219, Krankenscheinen, zur KV fuhr und dieses kleine Bündel in der Hand hielt. Alle Kollegen um mich herum waren mit dicken Scheinpaketen bepackt, teilweise in Kartons verstaut und ich stand da mit meinen wenigen Zetteln.

Praxiseröffnung im Randweg am 1.10.1991

Ja, die ersten 2 Jahre waren sehr belastend und brachten mich manches Mal an die Grenze meiner psychischen und finanziellen Kompensationsfähigkeiten. Nur knapp 1/3 meiner damaligen Patienten waren aus Mahlow, die Mahlower Kinder wurden von den umliegenden Allgemeinärzten behandelt. Dazu kam eine starke Konkurrenz meine kinderärztlichen Kollegin im Nachbarort. Eigentlich hätte ich in dieser Zeit aufgeben müssen!
Aber unsere Planung ging auf, ein stetiges Bemühen, ein immer besser ausgereiftes Praxismarketing und eine ganz besondere Praxisphilosophie brachten unsere 75 qm zum Leben. Und es wurden 400 > 600 > 800 Scheine pro Quartal, heute quälen wir uns durch 1500 Schein in drei Monaten (Tendenz steigend).

Praxislogo

Ich habe bereits 1993 das erste Mal umbauen müssen, der Eingangsbereich musste erweitert werden, dann bekam die Praxis 1996 ein neues Outfit von unserem Münchner Innenarchitekten Helmut Freitag, er verwandelte die Praxis in eine bayerische Häuserlandschaft mit Türmchen und Zinnen und…..unser Praxislogo wurde geboren. Es ziert seitdem jeden Brief und jedes Formular und es gehört zu uns. Die Häuser- das sind wir, die Kinder- und Jugendarztpraxis Birgit Augustin.

Frau Regina Bendlin

Seit 1997 ist die Kinderärztin und Verhaltenstherapeutin  Regina Bendlinin meiner Praxis, anfangs nur als Vertretungsärztin für einzelne Sprechstunden und Notdienste, dann fest angestellt als Jobsharingpartnerin der Praxis.
Und was ist noch alles so passiert?
1998 Hüftultraschallausbildung
1998 Gründung des Mahlower Therapiezentrum
Ende 1998 Beginn der ersten Adipositasschulungsprogramme für Kinder und Jugendliche zusammen mit der Psychologin und Verhaltenstherapeutin Uta Kölling
1999 Abschluss der Ausbildung zur Ernährungsmedizinerin
Januar 2000 Umzug in die Trebbiner Str. 23 in Mahlow
2001 Ausbildung zur Asthmatrainerin
2001 Beginn des Qualitätsmanagements in der Praxis
seit 2002 3-4 Asthmaschulungen pro Jahr
seit 2002 Beginn der Referententätigkeit für die Firma Abbott und Zamboon
2003 zusammen mit Regina Bendlin Erwerb des Zertifikats „Biologische Medizin“
2004 Praxisumzug in das „Praxishaus unter den Linden“

2004: Praxisumzug

Ja, inzwischen sitzen wir nicht mehr in 75, sondern in gut 150 qm Praxisfläche in der Bahnhofstraße. In diesen Räumen hoffe ich jetzt, bis an das Ende meiner Praxistätigkeit zu bleiben. Unsere Praxis hat sich zu einem „ausgereiften System“ entwickelt. Es gibt ein breites Spektrum von Zusatzangeboten, Schulungen, Informationsveranstaltungen. Wir arbeiten alle weit über den normalen Praxisalltag hinaus.

Wartebereich in der neuen Praxis Bahnhofstr. 4

Wir, das sind zwei Ärztinnen, zwei Arzthelferinnen, unsere QM- Beauftragte, ein Medizinstudent und eine Auszubildende. Angst vor der Zukunft haben wir nicht, denn wir wissen, dass wir kreativ und mit immer neuen Ideen und unermüdlichem Einsatz unsere Praxis am Leben halten können.
Und wenn mich heute (2004) einer fragt, ob ich glücklich bin mit den Entscheidungen, die ich 1991 gefällt habe, dann muss ich sagen „JA“ Ich weine zwar mit einem Auge noch immer dem stationären Alltag nach, der Arbeit in einer Klinik, mit Kollegen, der Arbeit am Inkubator und der damit verbundenen täglichen Herausforderung, den Allerkleinsten zu helfen. Aber ich habe natürlich inzwischen auch die Vorteile der selbständigen Arbeit schätzen und lieben gelernt. Es ist meine Praxis, es sind meine Entscheidungen, es sind die Erfolge der Kinder- und Jugendarztpraxis Birgit Augustin.
Ich danke meinem tollen Team!

Geschichte der Praxis: Aktualisierungen seit 2004

  • Seit 2004 führen wir Lungenfunktionsuntersuchnungen durch, anfangs nur als kleine Spirometrie, inzwischen sind wir kinderpneumologische Schwerpunktpraxis mit einem Einzugsgebiet weit über die Grenzen des Bereichs Teltow Fläming hinaus. Ich habe im Februar 2009 erfolgreich meine Ausbildung zur Kinderpneumologin abgeschlossen und durch eine Prüfung vor der Landesärztekammer Cottbus besiegelt. Ich wollte nie wieder in meinem Leben eine Prüfung machen und hoffe nun, dass es die letzte war.
  • Oktober 2006: EPA Qualitätszertifizierung als Brandenburgs erste Kinder- und Jugendarztpraxis mit großem Erfolg, seitdem dürfen wir das Praxissiegel tragen

 

Januar 2009:

  • Januar 2009: Als wichtigste Änderung möchte ich mitteilen, dass wir keine Einzelpraxis mehr sind, sondern eine so genannte Berufsausübungsgemeinschaft (Gemeinschaftspraxis) zwischen Birgit Augustin und Regina Bendlin.

Für unsere Patienten wird sich dadurch nichts ändern!

  • Herbst 2008: und weiter geht’s – es wird mal wieder umgebaut!

Ein völlig neues Praxiskonzept entstand, es war die Geburtsstunde unseres „Emergency-Rooms“. Wir konnten unsere täglichen Abläufe damit sehr optimieren.

  • Frühjahr 2013: „Wer rastet der rostet!“ und rosten wollen wir nicht. Alle 4-5 Jahre kommt es in der Praxis zu einer großen Unruhe und … wir bauen um! Das war wohl unser spektakulärster Umbau, den wir je hatten! Es gab nicht nur neue Möbel (natürlich wieder von Herrn Freitag aus Süddeutschland), sondern eigentlich ein komplett neues Konzept. Wir haben unser praktisches Akutzimmer, zwei wunderschön veränderte Sprechzimmer, eine optimierte Anmeldung, einen großen Diagnoseraum, vier Wartebereiche und zur Beruhigung Glaswände, Schallschutzdecken und eine Sprechanlage. Es ist einfach ein Traum, hier zu arbeiten.

Zu unseren heutigen Praxisschwerpunkten zählen:

AAA – Asthma- Adipositas – ADHS

A die Behandlung von Asthma bronchiale im Kindesalter und die damit verbundene gesamte Diagnostik (Lungenfunktion mittels kleiner und großer Spirometrie- Bodypletghysmografie, die Messung von exhaliertem NO und der Sauerstoffsättigung des Blutes, die Durchführung von Asthmabelastungstests) , die Betreuung im DMP „Asthma bronchiale“ auf Facharztebene und die Asthmaschulungen als nun auch zertifiziertes Schulungsteam (seit Oktober 2010) A die Behandlung von Übergewicht und Adipositas und die Durchführung von qualitätsge-sicherten Adipositasschulungen (TRI FIT junior) A die Behandlung von ADHS Patienten mit und ohne Verhaltensauffälligkeiten sowie von entwicklungsgestörten Kindern durch Frau Bendlin als ausgebildete Verhaltenstherapeutin Weiterhin: – die allergologische Sprechstunde, die Diagnostik (Allergietestungen, Rhinomano-metrien) und Therapie von Allergien (subcutane und sublinguale Hyposensibilisierungen) – die Betreuung von ehemaligen Frühgeborenen inkl. der RSV Prophylaxe – wir nehmen an allen IV-Verträgen im kinderärztlichen Bereich teil – und vieles mehr (siehe Praxisschwerpunkte)

  • Im November 2013  stellen wir uns der nächsten Qualitäts-Rezertifizierung und hoffen, wieder das Praxissiegel zuerkannt zu bekommen.
  • Unser Team besteht inzwischen aus insgesamt 10+2 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (zwei zusätzlichen Kollegen haben unsere allgemeinen Notdienste übernommen, Frau Dr. Schulz und Herr Dr. Weigeldt).

Wir versuchen gemeinsam uns auch im Zeitalter wieder neuer EBM Veränderungen und erneuter Unsicherheit und Verschlechterungen irgendwie über Wasser zu halten, es wird jeden Tag schwerer und die Bedingungen für unsere Arbeit werden immer härter (unerträglicher)! Aber wir halten zusammen (siehe Praxishighlights) und ziehen alle an einem Strang- immer unserem Leitbild entsprechend!

 

 

Ohne unser tolles Team wären wir nicht da, wo wir heute sind!!!! Danke!
Achtung, beachten Sie bitte unsere Praxisschließzeiten und Termine!
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In unseren Sprechzeiten können Sie uns telefonisch kontaktieren.

Tel: 03379 372521
Fax: 03379 370331
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