Praxis-QMS

Einführung des QMS

1. Wie alles begann
2. Der zweite Versuch- das erste QMS
3. QMS- was ist das?
4. Der schwere Anfang
5. Wir redeten, planten und fingen ganz klein an
6. Die Meinung der Patienten
7. Rückschläge – aber wir geben nicht auf
8. Personalbewertung / -motivation
9. Haben Sie Mut!

Der Weg zur Zertifizierung

10. Zertifizierung in Arztpraxen – ein MUSS ab 2004
11. Der Aufbau unseres QMS- von der VA zum Handbuch
12. Wo gehobelt wird, fallen Späne
13. Der Managementbericht
14. Was hat und QM bisher gebracht?

 

QMS – Qualität macht Spaß

Es ist geschafft…..am 12.10.2006 ist meine Praxis nach 5 Jahren harter Arbeit nach dem Europäischen Praxisassessement (EPA) zertifiziert worden und ist somit die erste qualitätsgesicherte Kinder- und Jugendarztpraxis Brandenburgs.
Wegen des sehr guten Abschneidens im Vergleich zu anderen Praxen durften wir bis 2012 das Qualitätssiegel der Stiftung „Praxissiegel“ tragen  und werden es nach der Rezertifizierung im November 2013 hoffentlich wieder erhalten

Stand 2006

Wir haben es als Praxis geschafft, mit knapp 10% über dem Durchschnitt der bisher EPA zertifizierten Kinderarztpraxen Deutschlands abzuschließen, haben knapp 90% aller geforderten Qualitäts- Items erfüllt und haben daraufhin auch das Gütesiegel der Stiftung Praxissiegel e.V. bekommen. Wir sind……unendlich froh darüber, das geschafft zu haben.

Es war eine große Herausforderung. Immerhin musste das ganze inzwischen 8 köpfige Praxisteam mitziehen. Unser aus 67 Verfahrensanweisungen, 26 Arbeits-anweisungen, 26 Checklisten, 85 Formblättern, 97 Formularen und 23 Leitlinien bestehendes QM System begleitet uns seit gut 5 Jahren täglich und wir haben uns daran gewöhnt, mit ihm zu arbeiten und es ständig zu erweitern. Es ist ein Teil von uns geworden und niemand fühlt sich mehr durch dieses System bedrängt oder geknechtet. Wir haben gelernt, Fehler zu erkennen und zu beheben, miteinander zu reden, Kritik auszuwerten und haben uns fachlich immer weiter gebildet. Ich weiß, dank mehrere Patienten- und Personalbefragungen, wo wir stehen und was es zu verändern gibt. Unser Praxisleitbild gibt nicht nur jedem Patienten die Möglichkeit zu sehen, was meine Praxisphilosophie ist, es stellt auch für die Mitarbeiter der Praxis eine gewisse Sicherheit und Orientierung dar. Unter dem Motto: „Der hochqualifiziert behandelte, zufriedene Patient und dessen Eltern, der sich während seines Aufenthaltes in der Praxis auch noch wohl gefühlt hat, steht im Mittelpunkt der Bemühungen des gesamten Praxisteams.“ arbeiten wir auch ständig an der Erweiterung des fachlichen Praxisangebotes.
Wir sind seit September 2006 Asthma-Schwerpunktpraxis und haben in diesem Zusammenhang eine kinderallergologische Sprechstunde eingeführt. Weiterhin gibt es einmal wöchentlich eine separate kinderpneumologische Sprechstunde für Kinder und Jugendliche mit Asthma bronchiale. Neben Lungenfunktionsuntersuchungen, Stickstoff- und PO2-messungen und Hyposensibilisierungen werden wir diese Sprechstunde zum Ende des Jahres auch noch durch die erweiterte Diagnostik mittels Bodyplethysmografie und Rhinomanometrie erweitern. Regelmäßig durchgeführte Asthmaschulungen (4-5 Schulungen pro Jahr) ergänzen noch das Angebot für die Eltern und ihre betroffenen Kinder.
Weiterhin können wir auf ein eigenes und inzwischen anerkanntes Adipositas- Langzeitprogramm verweisen, welches nun schon seit 7Jahren erfolgreich durch die inzwischen ausgebildeten Adipositastrainerinnen (nach KagAS) durchgeführt wird.
Auch die Betreuung spezieller Patientengruppen ist gewährleiste, seien es die Frühgeborenen, die sowohl entwicklungsneurologisch beobachtet und ggf. RSV-immunisiert werden, oder seien es die verhaltensauffälligen Kinder, die speziell verhaltenstherapeutisch behandelt werden können. Wir sind auch eine Impfpraxis und als solche kümmern wir uns nicht nur intensiv und mittels eines ausgereiften Recall-Systems um die Impfungen der Kinder, sondern inzwischen auch um die der Eltern. Somit kommen wir nicht nur unseren eingangs erwähnten kurativen, sondern auch den präventiven Pflichten nach. Zu diesen zählt auch das vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte vorgeschlagene erweiterte Vorsorgeprogramm für Kinder und Jugendliche (U7a,U10,U11,J2). Interdisziplinär arbeiten wir mit der logopädischen Praxis im Praxishaus zusammen, es finden Patientenkonferenzen statt und durch gemeinsame Gespräche werden die Behandlungen der Kleinen und Großen optimiert.
Früh- und Spätsprechstunden erlauben mehr Patientenfreiheit und telefonische Voranmeldungen haben die Wartezeiten verkürzt. Unsere Homepage (www.praxisaugustin.info) und die dort vorhandene online-Sprechstunde erlauben den Patientenkontakt auch außerhalb der Sprechzeiten. Regelmäßige Aktualisierungen geben den Patienten eine gute Plattform, sich in aller Ruhe die Praxisinformationen anzusehen. Dies ist seit diesem Jahr auch in der Praxis durch die bereits dreimal aufgelegte praxiseigenen Zeitung möglich.

Und wie war das alles zu schaffen? Seit 2001 zählt zu meinem Praxisteam auch die externe Qualitätsbeauftragte Frau Dipl. Psych. Uta Kölling. Sie hat es mir möglich gemacht, mein Team für die Veränderungen zu sensibilisieren, alle mit einzubeziehen und freie Ressourcen zu schaffen, die nicht nur dem Team, sondern letztendlich auch der ganzen Praxis zugute kamen. QMS ist für uns schon lange kein Reizwort mehr, bei uns heißt QMS——Qualität macht Spaß oder Qualität macht stark!
Ich bedanke mich ganz herzlich bei meinem ganzen Praxisteam und besonders bei Frau Kölling.

Stand 2009

Im Oktober 2009 haben wir uns der Rezertifizierung unseres Qualitätsmanagements gestellt. Im Unterschied zur Erstzertifizierung wussten wir ja diesmal, was auf uns zukommt und mussten feststellen – wir waren fast aufgeregter als bei der Zertifizierung 2006.

Natürlich wollten wir mit einem besseren Ergebnis abschneiden als 2006 und das war nicht einfach. So nutzten wir die Wochen und Monate vor der Zertfiizierung, um unsere Abläufe noch einmal zu durchdenken. Viele Abläufe ändern sich, andere haben sich einfach eingeschlichen und mussten überarbeitet werden. Außerdem wollten wir unser QMS noch mehr nach unseren Bedürfnissen strukturieren – und was mit wenigen Änderungen begann wurde dann zu einer kompletten Überarbeitung und Neuorganisation der Prozesse. Der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt, da für alle jetzt noch deutlicher ist, wie komplex Abläufe sind und welcher Prozess mit welchem zusammen hängt. Außerdem sind die Verantwortlichkeiten wieder klarer und so gingen wir also gut vorbereitet und mit viel Schwung in die Rezertifizierung. Das Ergebnis hat uns in unserem Handeln bestätigt. Wir haben mehr als 95 % der Kriterien der Zertifizierung erfüllt. Aber wichtiger als dieses Ergebnis ist uns, dass wir mit der Verbesserung unserer Prozesse die Qualität unserer Arbeit für die Patienten wieder steigern konnten.

 

Stand 2013

Wieder steht eine Rezertifizierung an – eine Herausforderung, der wir uns gern und mit viel Einsatz wieder freiwillig stellen. Viele Veränderungen seit 2009 stehen für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess, den unsere Praxis und wir ständig durchlaufen. Viele Ziele, die wir uns seit 2009 gesetzt haben, konnten wir erfüllen. So arbeiten wir so weit es geht papierlos, dokumentieren viele der Praxisprozesse im PC. Jede Mitarbeiterin ist für spezielle Prozesse verantwortlich, überwacht diese und berichtet regelmäßig in unseren Frühbesprechungen darüber. Beschwerden und Fehler nehmen wir sehr ernst, diskutieren Ursachen und entwickeln Maßnahmen zur Verbesserung. Das ist nicht immer einfach, fordert es doch eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit und die Bereitschaft jedes Einzelnen im Team, sich weiter zu entwickeln und sich den Herausforderungen des Praxisalltags zu stellen.

Die Rezertifizierung wird zeigen, wie es uns die Weiterentwicklung gelungen ist – wir werden an dieser Stelle berichten.

Achtung, beachten Sie bitte unsere Praxisschließzeiten und Termine!
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In unseren Sprechzeiten können Sie uns telefonisch kontaktieren.

Tel: 03379 372521
Fax: 03379 370331
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