QMS: Wie alles begann

Eigentlich bin ich mehr zufällig zum Praxis- QMS gekommen. Auslöser war im Jahr 2000 der Besuch in einer nach QMS Gesichtspunkten geführten der Reha-Klinik. Der leitende Chefarzt berichtete mir voller Überzeugungskraft von den positiven Veränderungen in seiner Klinik seit Einführung des QMS. Ja, -Optimierung von Prozessen, Strukturierung der Arbeit, Freisetzung von Ressourcen auch in meiner Kinderarztpraxis, -diese Idee gefiel mir ausgesprochen gut.

Ich bin seit 1991 niedergelassene Kinderärztin und habe eine ursprünglich kleine Praxis am südlichen Stadtrand von Berlin und fing mit – ja, nur 220 Patienten im Quartal an. Inzwischen habe ich 4 Angestellte und eine Jobsharingpartnerin in meiner Praxis beschäftigt. Ich betreue 1300-1500 Patienten im Quartal mit einem wachsenden Anteil von Privatpatienten. Wie das geht?

Also nach dem „Anstoß“ in der Reha-Klinik 2000 begann ich einen Fahrplan für die Einführung eines „QMS“ in meiner Praxis zu erarbeiten. Das war sehr mühevoll, aber ich war hochmotiviert. Ich musste erst einmal alle Prozesse erkennen, definieren und Verantwortungen festlegen. Es war sehr viel eigene Arbeit und so nach ca. 4 Wochen Alleingang stellte ich das „Werk“ meinem Praxisteam vor. Vieles wurde skeptisch nachgefragt, einige Punkte spontan für gut befunden, aber alles in allem hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Die geplante Umsetzung meines Konzeptes jedoch entwickelte sich fast zu einer persönlichen Katastrophe. Erstens identifizierte sich niemand mit meinem Werk und zweitens war es mir allein und gegen den Willen meiner Mitarbeiterinnen fast nicht möglich, die erforderlichen Maßnahmen zu realisieren. Mein „Werk“ schlief zwangsläufig ein und alles ging nach alten Maßstäben weiter. Zeit zur Besprechung von Patienten- und Praxisproblemen fehlte, die Kommunikation lief tlw. über Zurufe, Klebezettel usw. Da sah ich keinen wirksamen Ansatz, über Prozessoptimierung unsere Arbeit weiter zu verbessern. Wir retteten uns sozusagen weiter von einem Tag zum anderen, von einem Quartal zum nächsten. Es war einfach der falsche Ansatz, denn:

QMS in der Praxis heißt nicht, dem Personal und allen in der Praxis beschäftigten ein System aufzudrücken, mit dem sich keiner identifiziert, was mit Opposition dem Praxisinhaber gegenüber beantwortet und weitestgehend boykottiert wird. Nein! QMS muss wachsen, – gewollt wachsen! Also, gab es einen zweiten Versuch!

Weiter zum 2. Teil: Der zweite Versuch- das erste QMS
 

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