QMS: Der zweite Versuch- das erste QMS

2001 im Sommer wollte ich einen weiteren Versuch starten, um unser QMS ins Leben zu rufen. Ich hatte im Vorfeld Kontakt zu einer jungen Auditorin aufgenommen und diese bot mir erst einmal ganz unverbindlich ihre Hilfe an. Schon nach kurzer Zeit stellte ich sie fest als Qualitätsbeauftragte in meiner Praxis ein, denn ich merkte, zusammen könnten wir es schaffen und ich wusste, ich will dieses QMS.

Was ich nicht ahnte war, dass vor dem eigentlichen Beginn der praxisrelevanten Arbeit eine Unmenge an theoretischer Vorarbeit zu leisten war. Zuerst kam der wohl für mich schwierigste Teil, eine Hausaufgabe, die ich allein zu erledigen hatte. Ich sollte die wichtigsten Ziele für meine Praxis, für meine Arbeit und für mich formulieren. Das war in dieser Form erst einmal ungewohnt, denn bisher waren es sehr viele Ziele und Aufgaben. Allgemein gesehen hatte ich schon Ziele, ich wollte qualitativ auf hohem Niveau arbeiten, zufriedene Patienten haben und wirtschaftlich agieren. All das war in meinem Kopf und vieles erschien mir selbstverständlich. Nie musste ich es verbalisieren und in ein vorgegebenes System einfügen, -zu Papier bringen und anderen vorlegen.

Was war das für ein System? Das System bestand aus der Definition von Visionen, Leitbildern, Zielen, Strategien unter Nutzung verschiedenster Techniken (SWDT-Analyse: -Stärken, Schwächen, Chancen, Gefahren, Zero Base Denken um herauszufinden, was der Markt will und die Szenario Technik: was kann alles passieren).

So musste ich erstmals konkret formulieren, dass ich zu den besten Praxen zählen möchte, dass ich meine Patienten nicht nur hochqualitativ, sondern immer nach dem neuesten Stand und mit enorm hohem Anspruch an meinen eigenen Wissensstand behandeln möchte, dass die optimale Betreuung meiner Patienten nicht nur durch mich, sondern auch durch meine gut geschulten Angestellten gewährleistet werden soll, dass ich in einer immer strukturierteren und „besonderen“ Atmosphäre praktizieren möchte, was eine anspruchsvolle Praxisausstattung, ein einheitliches und praxistypisches Formularwesen, ein makelloses Praxismarketing incl. einem eigenen Logo etc. bedeutet. Einer meiner ganz persönlichen Wünsche ist es, nicht mehr bzw. nie wieder am kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (15-20 Dienste im Quartal) teilnehmen zu müssen. Und auch was die Personalpolitik angeht wollte ich gesicherte Arbeitsplätze, eine Zukunftsperspektive sowie eine leistungsorientierte Honorierung für meine Praxismietarbeiterinnen bieten.

Hört sich alles gigantisch hoch gegriffen an und schien mir am Anfang auch so. Aber ich wollte vor dieser neuen Herausforderung nicht mehr zurücktreten und begann.

Weiter zum 3. Teil: QMS- was ist das?
 

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