Spendenaufruf Marcel

Marcel – 20 Jahre ist er heute, mein großer und einziger Sohn.


Marcel

Lange konnte ich nicht begreifen, was passiert war. Die Schwangerschaft und Geburt verliefen doch ganz normal. Ich war der Meinung, ein gesundes Baby zu haben, als ich in Marcels 5. Lebensmonat von der Mütterberatung in eine Spezialsprechstunde überwiesen wurde. „Zu kleiner Kopf“ und „Entwicklungsrückstand“ lauteten damals die Diagnosen.

Trotz intensiver Physiotherapie, die dann verordnet wurde, kam es aber zu keiner Verbesserung seiner körperlichen Entwicklung. Die genaueren Untersuchungen ergaben dann die schockierende Wahrheit, Marcel hatte schwere Hirnfehlbildungen (subkortikale Atrophie, Hydrocephalus ohne Liquorzirkulationsstörung) – was hatte das alles zu bedeuten?

Ich konnte das alles nur schwer realisieren, trotz intensivster physiotherapeutischer Bemühungen ließ sich die Entwicklung einer schweren infantilen Cerebralparese nicht mehr aufhalten Mein Junge lernte nie frei zu sitzen, allein zu krabbeln oder gar zu laufen. Mein Marcel war von Anfang an auf den Rollstuhl angewiesen, er war schwer behindert, inzwischen nicht nur körperlich, auch geistig war seine Entwicklung weit zurück.
Marcel entwickelte dann auch noch ein Anfallsleiden, ich erinnere mich genau an schwere minutenlange Krampfanfälle meines Jungen. Er wurde medikamentös eingestellt , verkraftete die Therapie aber immer nur sehr schwer, war immer müde und abgespannt.
Dabei ist Marcel eigentlich ein ganz zufriedener Junge gewesen, er interessierte sich schon immer für Technik (z.B.Computer faszinieren ihn), er liebte Lastautos und Baufahrzeuge, konnte ihnen stundenlang und begeistert zusehen. Wenn man mit ihm redete, dann bewegte er aufgeregt seine Arme und er lachte gern. Aber irgendwie ist das alles anders geworden.

Durch das Sitzen im Rollstuhl und seine Spastizität entwickelte Marcel zunehmend schwere Streckhemmungen der Arme und Beine, schwere Kontrakturen. Diese versuchte man im Herbst 2003 zu operieren, es war eine Qual für Marcel und mich. Starke Schmerzen quälten ihn wochenlang danach, er wurde noch dünner, war überall „durchgesessen“, lachte kaum noch und ist insgesamt viel ruhiger und trauriger geworden.
Es ist so, als ist das Leben für ihn in den letzten Monaten viel anstrengender geworden. Ich bin rund um die Uhr für ihn da, ich verstehe seine Blicke, weiß was er mir wortlos sagen will und ich mache mir große Sorgen.

Ich habe doch nur ihn! Und ich möchte, dass er wieder lacht!

Helga Klapper, Marcels Mutter

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